Social ecological systems and freshwater water ecology - Big Jump Challenge - Toolbox

Social-ecological systems and freshwater ecology

Das Youth Network for River Protection schlägt eine große Welle für Gewässerschutz. Aber was genau gilt es zu schützen und warum?

Neu 2017: Eine Reise zu den wilden Flüssen! Mehr dazu unten . . .

 

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Warum sind Gewässer eigentlich so schützenswert?

Natürliche Gewässer werden gern als Lebensadern der Landschaft bezeichnet. Die Beziehungen zwischen Tieren und Pflanzen und ihrer Umgebung sind am Gewässer besonders spannend und vielfältig – an der Quelle eines Flusses ergeben sie ein ganz anderes Bild als im Mittellauf oder an der Mündung. Ebenso unterscheiden sich stehende Gewässer von langsam fließenden Flüssen, und diese wiederum von schnell ins Tal rauschenden Bergbächen. Schon vom Gewässergrund über die Flachwasserbereiche und den Uferrand bis zur Aue, jenem Bereich, der nur bei Hochwasser überflutet wird, finden sich unterschiedliche Lebensräume mit einer entsprechenden Artenvielfalt.

Welche Rolle spielt der Mensch im Gewässerökosystem?

Bei genauerem Hinsehen fällt es schwer, Gewässer als vom Menschen unabhängige Ökosysteme zu beschreiben. Menschen leben an Gewässern und stehen mit ihnen in einer Wechselbeziehung. Der Mensch hat dabei stets versucht, die Vorteile der Gewässernutzung – z. B. für die Bewässerung, als Transportweg, als Antrieb für Mühlräder und Turbinen oder für die Fischerei – zu optimieren und die Nachteile – etwa die Gefahr von Flutkatastrophen – zu begrenzen. Das hat über die Jahrhunderte dazu geführt, dass unsere Lebensweise von den Gewässern mit beeinflusst wird. Unsere Städte entstanden meist am Ufer von Flüssen, und heute leben ganze Tourismusregionen davon, dass wir beim Joggen, Fahrradfahren oder Inlineskaten gern aufs Wasser gucken. Andererseits hat auch der Mensch die Flüsse, Seen und Bäche beeinflusst. Als durch Ingenieurskunst und Industrialisierung immer größere Veränderungen technisch möglich wurden, hat dies zu einem umfassenden Gewässerum- und -ausbau geführt. Inzwischen weiß man, dass dabei nicht nur Land gewonnen, Schifffahrtswege ausgebaut und Siedlungen vor Hochwasser geschützt wurden. Auch viele wichtige Funktionen der Gewässer wurden zerstört.

Welche Probleme gilt es zu lösen?

Es geht nicht nur um die Frage, welchen Tieren ein begradigter Fluss noch Lebensraum bietet. Die Probleme betreffen auch den Menschen, wenn etwa ein Hochwasser schlimme Schäden anrichtet, weil entlang eines Flusses zu wenig natürliche Überflutungsflächen existieren, oder wenn im Sommer der Badesee „umkippt“, weil zu viele Nährstoffe aus der Landwirtschaft darin das Algenwachstum fördern. Wichtig wird die wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Gewässer auch, wenn wir nach Lösungswegen für die Probleme suchen. Wenn wir durch Renaturierung die Veränderungen der Gewässer wieder rückgängig machen wollen, geht das auch mit Veränderungen ihrer Nutzung einher. Das bedeutet, dass wir auch unsere Gewohnheiten, Ansprüche und Bewertungen hinterfragen, diskutieren und neu festlegen müssen.

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Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem Ökosystem Gewässer auseinanderzusetzen. Vielleicht kennt ihr eine Biologielehrerin oder einen Chemielehrer, der mit euch Wasserproben untersuchen kann!? Hier wollen wir euch auf andere Weise auf Erkundungstour schicken!

Neu 2017: Wilde Flüsse

Was sind wilde Flüsse? Wie erkennen wir sie und was zeichnet sie aus? Dieses Modul hilft bei der Beantwortung dieser Fragen. Dazu bietet es einen Kriterienkatalog, um selbst einen wilden Fluss bestimmen zu können. Vielleicht fliesst ja doch einer in eurer Heimat? Oder ihr habt einen im Urlaub gesehen?

Hier geht es auf die Reise zu den wilden Flüssen: (Download PDF)

 

Kulinarischer Gewässerschutz

Ein lebendiges Gewässer ist reich an Fischen. Angler und Fischer wissen, welche Fische in eurem Gewässer vorkommen. Bestimmt findet ihr beim örtlichen Angelverein oder in einem Fischgeschäft jemanden, der euch die Fischarten erklärt. Fragt ruhig auch nach, ob früher weniger oder mehr Fische vorkamen und welche Ansprüche die verschiedenen Arten an das Gewässer stellen.

 

Session I: Heimischen Fischen auf der Spur

Ein lebendiges Gewässer ist reich an Fischen. Startet mit einem Brainstorming: Was glaubt ihr, wie viele Fischarten in eurem Gewässer vorkommen? Kennt ihr ein paar von ihnen mit Namen?

Nun gilt es, die Experten auf dem Gebiet zu fragen, um eure Liste zu vervollständigen: Angler und Fischer wissen, welche Fische in eurem Gewässer vorkommen. Bestimmt findet ihr beim örtlichen Angelverein oder in einem Fischgeschäft jemanden, der euch die Fischarten erklärt. Fragt ruhig auch nach, ob früher weniger oder mehr Fische vorkamen und welche Ansprüche die verschiedenen Arten an das Gewässer stellen! Das geht natürlich auch telefonisch, am besten aber bei einem Besuch am Fluss, beim Bootshaus oder im Fischgeschäft!

Session II: Leckere Fischsuppe

Nicht alle Fischarten, die im Geschäft oder im Restaurant angeboten werden, sollte man auch kaufen. Manche von ihnen sind stark überfischt. Andere Arten hingegen kommen sehr zahlreich vor, teilweise wird sogar empfohlen oder vorgeschrieben, diese Fische zu fangen. Oft sind dies aber nicht die so genannten Edelfische, die gern gegessen werden. Schlimmstenfalls kommen die grätenreicheren Arten gar nicht auf den Teller, sondern landen im Müll. Wenn das Wasser in eurem See oder Fluss sauber genug ist, um den dort gefangenen Fisch guten Gewissens zu essen, kann es darum ein besonderes Erlebnis sein, aus den heimischen Fischen ein Gericht zuzubereiten. Mit ein paar Tricks lässt sich nämlich auch aus Arten wie Blei, Plötze, Güster, Rotfeder, Aland und Ukelei eine leckere Suppe zaubern. Hier findet ihr ein Rezept, das uns die Ziel-Fisch Gbr aus Berlin für die Big Jump Challenge zur Verfügung gestellt hat:

Download: Rezept

Wenn ihr die Fischarten in eurem Fluss oder See zwar kennenlernen, sie aber lieber nicht essen möchtet, könnt ihr stattdessen ein Plakat von „euren“ Fischen malen.

Fischsuppe für die Politik: https://www.youtube.com/watch?v=bddnMZcTWhE

Wasserfiltration

Wenn Regenwasser versickert, wird es durch den Boden gefiltert. Ähnliche Prozesse können wir simulieren, um Wasser zu reinigen. Lernt mehr über den Prozess der Wasserfiltration in Böden und bekommt so einen ersten Eindruck davon, wie Flusswasser gereinigt werden kann. Mit diesem Experiment werdet ihr einen der vielen Schritte der Wasserfiltration kennenlernen. Des Weiteren bietet dieses Experiment einen Rahmen, um über die gesellschaftliche Bedeutung von sauberem Wasser zu diskutieren. Wie funktionieren die natürlichen Prozesse der Wasserfiltration? Warum reichen diese natürlichen Prozesse heute nicht mehr aus? Was können wir tun, um die Situation zu verbessern?

Hier könnt ihr die Anleitung des Experiments downloaden.

Wenn ihr die Gelegenheit habt, eine Besichtigung einer lokalen Abwasserreinigungsanlage zu organisieren, würde euch das wertvolle Einblicke verschaffen.

Mäander-Detektive

An einem Fluss, der stark verändert wurde, lässt sich gut Detektiv spielen. Dazu braucht ihr eine alte und eine aktuelle Karte von eurem Fluss. Vergleicht die beiden Karten miteinander:

Wo wurde der Fluss begradigt?

Was ist anstelle der Nebenarme und Flussschleifen gerückt? Felder? Wald? Siedlungen?

Wie mag die Landschaft ausgesehen haben, als der Fluss noch frei und unbegradigt floss? Vielleicht habt ihr Lust, dazu ein Bild zu malen!

Versucht nun, einmal selbst vor Ort einen alten Flussarm zu finden. Am besten geht das, wenn der Bereich am Fluss leicht zugänglich ist. Vielleicht findet ihr in der Karte eine Stelle, die an einem Weg oder einem begehbaren Deich liegt. Sonst fragt eine Person mit Ortskenntnissen, z. B. einen Stadtführer oder eine Mitarbeiterin der Behörde oder jemanden von einer lokalen Naturschutzorganisation, ob sie euch begleiten.

Gerade war gestern – ein virtuelles Bachrenaturierungsspiel

"Gerade war gestern" ist ein interaktives Computerspiel, mit dem eine ökologisch sinnvolle Umgestaltung von Fließgewässern am Beispiel der Berliner Panke durchgespielt werden kann. Eine Libelle begleitet dabei die Spieler zu neun Standorten - von der Stadtgrenze in Buch bis zur Mündung in die Spree in Berlin Mitte. Das Spiel bietet an Stationen entlang der Panke Optionen zur Renaturierung der Panke an. Dabei kommen auch schwierige Entscheidungen ins Spiel. Mehr Raum für den Fluss zugunsten von alten Bäumen? Das Spiel wird ab Klasse 5-6 empfohlen.

Big Jump Gruppen, denen ein Whiteboard oder Beamer zur Verfügung steht, können das Spiel so spielen: Zwei Gruppen bilden. Jede Gruppe ist abwechselnd dran. Für eine ökologisch sinnvolle Entscheidung bekommen sie einen Punkt („grüner Fisch“ im Spiel), für eine ok-Entscheidung einen halben Punkt („gelber Fisch“), und ansonsten keine Punkte („roter Fisch“). Sieger ist das Team mit den meisten Punkten. Da im Spiel zahlreiche Wissensfragen per Link eingebaut sind, können auch zahlreiche Bonuspunkte vom Spielleiter vergeben werden.

Hier geht es zum kostenlosen Download: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/wasser/eg-wrrl/de/inberlin/pankespiel.shtml

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Kulinarischer Gewässerschutz: Ihr könnt uns einen kurzen Film oder Bericht über euren Ausflug zu einer lokalen Fischerei, Fotos von eurer Kochaktion oder ein Poster mit euren lokalen Fischarten und ihren Merkmalen schicken.

Filtration: Schickt uns Bilder von eurem Wasserfiltrationsexperiment. Schreibt uns auch euren Vorsatz, persönlich Verantwortung für die Wasserqualität zu übernehmen, indem ihr eine Kleinigkeit in eurem Alltagsleben ändert. Vielleicht könnt ihr euer Partnerteam dazu motivieren, auch solch einen Vorsatz zu fassen!

Mäander-Detektive: Schickt uns einen Bericht oder Fotos über eure Arbeit mit den Karten und über euren Ausflug, um einen alten Flussarm aufzuspüren. Falls ihr nicht vor Ort geschaut habt, könnt ihr Fotos von euren Zeichnungen einreichen, auf denen zu sehen ist, wie der Fluss mal aussah, als er noch frei fließen konnte.

Renaturierungsspiel: Schreibt uns Eure Spielergebnisse und wie ihr das Spiel gespielt habt! Und schreibt uns auch, wenn ihr weitere interaktive Computerspiele zum Thema Gewässerschutz kennt. 

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Fischsuppe für die Politik: https://www.youtube.com/watch?v=bddnMZcTWhE

Der Klassiker: Gewässeruntersuchung am eigenen Bach! Aber wie? Mehr dazu in unserem Interview mit Lehrerin Sabine Pemberneck: http://www.bigjumpchallenge.net/news-details/interview-mit-sabine-pembeneck.html

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