Non violent communication and stakeholder dialogue - Big Jump Challenge - Toolbox

Non-violent communication and stakeholder dialogue

Wie können wir mehr über unsere Flüsse und Seen erfahren, in Kontakt mit den Menschen treten, die uns helfen können, etwas zu verbessen und möglicherweise sogar unsere Autoritäten für die Umsetzung der WRRL verantwortlich machen?

Dieses Modul ist Rémi Fraisse gewidmet, dem jungen Gewässeraktivisten, der am 26. Oktober 2014 inmitten eines Protests gegen den Bau des Sivens-Damms in der Nähe von Albi, Südwestfrankreich, getötet wurde. Wir brauchen gewaltfreie Kommunikation mehr als je zuvor, um die Welt und ihre Gewässer besser zu machen. Mehr darüber hier: http://www.bbc.com/news/world-europe-29820623

 

 

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Warum ist es gar nicht so einfach, über Gewässerschutz zu reden?

Das Thema Gewässerschutz berührt die Interessen vieler unterschiedlicher Gruppen und Akteure. Diese betroffenen Akteure werden als Stakeholder bezeichnet. Wenn es darum geht, über die künftige Entwicklung eines Gewässers zu entscheiden, wollen diese Akteure mitreden. Manche sind dabei sehr aktiv, andere – zum Beispiel die Tier- und Pflanzenwelt – können gar nicht für sich sprechen. Oft haben diese Akteure also nicht nur unterschiedliche Interessen, sondern auch unterschiedliche Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen. Manche Akteure haben Macht, sie sind in Positionen, in denen sie über Eingriffe oder Schutzmaßnahmen entscheiden können. Andere Akteure haben viel Geld, das sie einsetzen können, zum Beispiel für eine Werbekampagne oder für einen Rechtsstreit und gute Anwälte. Wenn man weder Geld noch Macht hat, gibt es trotzdem einen Weg: Kreativ werden! Manchmal lassen sich dadurch ganz viele Menschen aufwecken und mitreißen, und die sind dann nicht mehr zu überhören.

 

Wie kann man einen kreativen sozialen Dialog entfachen?

Es gibt viele Techniken, um einen kreativen sozialen Dialog in Gang zu setzen. Viele von denen sind von früheren sozialen Bewegungen abgeleitet, wie zum Beispiel die indische Unabhängigkeitsbewegung angeführt von Gandhi. Mit seiner Hilfe kam ein starkes nationales Bewusstsein auf und eine Bewegung ins Rollen, die mit symbolischen und zielgerichteten Aktionen schließlich dazu führte, dass die Briten Indien verließen. Schaut euch die Links unter "Dive deeper into the topic" an, um mehr über diese Techniken zu erfahren. Es war ursprünglich Gandhi, der sich Methoden gewaltfreier Kommunikation bediente, um Aufmerksamkeit und Unterstützung für eine Problematik zu gewinnen. Heute nutzen viele Umweltbewegungen und -kampagnen gewaltfreie Kommunikation und Stakeholder-Dialoge als einen Weg, öffentliches Bewusstsein zu schaffen - mit Erfolg.

 

Was hat das Schwimmen im Fluss mit Gewaltfreier Kommunikation zu tun?

Der Big Jump ist eine lustige und gewaltfreie Aktion, mit der Menschen ein Zeichen für Gewässerschutz setzen. Das Ziel des Big Jumps ist es, die Qualität von Flüssen und Seen ins Gespräch zu bringen. Die Badeaktionen schaffen Aufmerksamkeit – bei denen, die mitmachen, bei den Zuschauerinnen und Zuschauern und bei vielen weiteren Menschen, wenn darüber im Radio, Fernsehen oder in der Zeitung berichtet wird. Den Behörden und der Politik zeigen die Badeaktionen, dass sich viele Menschen für den Stand der Umsetzung der WRRL interessieren. So wird das Thema nicht nur in der öffentlichen, sondern auch in der politischen Diskussion aufgegriffen. Das kann die Suche nach Lösungen unterstützen und beschleunigen.

Ein großes Problem bei der Umsetzung der WRRL ist eine mangelnde Planungseffektivität durch eine schlechte oder fehlende Kommunikation zwischen den verschiedenen Stakeholdern. Viele Gelegenheiten bleiben auf diese Weise ungenutzt, nur weil keine gemeinsame Strategie gefahren wird. Der Big Jump ist eine lustige und gewaltfreie Art, auf dieses Politikversagen aufmerksam zu machen und zeigt unseren Autoritäten, dass wir uns um unsere Flüsse und Seen und deren ökologischen Zustand Gedanken machen.

 

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Das Lernen und Entdecken gewaltfreier Kommunikation und Instrumente für den Dialogaufbau

Ziel dieses Moduls ist es, den Dialog zwischen jungen Menschen und wissenschaftlichen Experten, Entscheidungsträgern und anderen wichtigen Stakeholdern wie Landbesitzer aufzubauen und zu stärken. Es hilft Jugendlichen, ihre Interessen und Anliegen hinsichtlich Wasserqualitätsthemen (und den Big Jump) auf eine friedliche, gewaltfreie Art zu kommunizieren und dient als Vorbereitung für Workshops, Konferenzen oder anderen Treffen mit Experten und Stakeholdern des Gewässerschutzes.

Die nächsten beiden Sessions nehmen jeweils ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden in Anspruch, je nach Fluss und und Bearbeitungsgeschwindigkeit der Teilnehmer. Dieses Modul ist am besten für Gruppen aus 20 Teilnehmern geeignet, kann aber auch an kleinere oder größere Gruppen angepasst werden.

Session I: Lernen gewaltfrei zu kommunizieren

Anmerkung für den Gruppenleiter: Diese Session dauert etwas 100-120 Minuten. Nehmt sie euch am besten erst vor, wenn ihr bereits Modul 1 und 3 absolviert habt.

Ein Dialog ist ein schriftlicher oder mündlicher Austausch zwischen mindestens zwei Personen. Im Gegensatz zum Monolog erhält ein Redender Antworten. Ein Dialog hat ein Ziel. Einige Dialoge haben eine unbewusste Absicht andere verfolgen ein klares Ziel, das am Ende erreicht werden soll. In einem konstruktiven Dialog ist es wichtig, dass die Menschen einander zuhören und antworten.

Hier könnt ihr die Anleitung für Session 1 downloaden.

 


Gandhi auf seinem Salzmarsch, ein Ausdruck symbolischer und gewaltfreier Handlung
Gandhi auf seinem historischen Salzmarsch im März 1930, ein Ausdruck symbolischer und gewaltfreier Handlung
Session II: Vorbereitung für einen Dialog zwischen Jugend und Politik (100-120 Min.)

Was ist unser Ziel für heute und wie wollen wir es erreichen? Eine gewaltfreie Kommunikation auf strukturierte Weise erlernen! Du als Lehrer, Gruppenkoordinator oder –leiter kannst die Teilnehmer/innen in diesem Prozess begleiten, wenn sie Fragen haben.

Hier könnt ihr die Anleitung für Session 2 downloaden.


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Wie ihr einen Action-Button für dieses Modul bekommt:

Macht während Session 1 Fotos und schickt diese an das Big Jump Challenge-Team. Ihr könnt auch gemeinsam mit eurem Big Jump Challenge-Partnerteam Fotos von diesem Prozess einreichen. Dasselbe gilt für Session 2: Schickt uns Bilder und eine kurze Zusammenfassung worüber ihr in dem kontrollierten Rollenspiel gesprochen habt und über jegliche Lösungen oder Ziele, die ihr zusammen erreicht habt.

Wenn ihr euch tatsächlich mit einem Behördenvertreter, Experten, Landbesitzer, Entscheidungsträger oder einem anderen wichtigen Stakeholder getroffen habt, macht auch davon Fotos und schickt sie dem Big Jump Challenge-Team. Legt hier ebenfalls eine kurze Zusammenfassung bei (über eure Forderungen und Fragen, über die Ergebnisse des Treffens usw.). Auch hier gilt wieder: Sowohl ihr als auch euer Big Jump Challenge-Partnerteam könnt uns Fotos und eine Zusammenfassung von diesem persönlichen Treffen schicken.

 

dive deeper buttonDive deeper into the topic!

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toolbox buttonTry out more River Action Tools!

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Ihr wollt mehr über den Stand der Umsetzung von Gewässerschutzmaßnahmen in eurem Land wissen? Dann solltet ihr euch die Anleitung zum Schreiben eines Behördenbriefes anschauen!

Oder geht zurück zur Toolbox Übersicht und wählt ein anderes interessantes Thema!!

 

Schaut mal wieder vorbei, wir aktualisieren die Toolbox regelmäßig mit neuen Ideen!

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