Visioning and symbolic actions - Big Jump Challenge - Toolbox

Visioning and symbolic action

Wie können wir selbst einen Wandel in der Welt anstoßen? Mit welchen Mitteln können wir unserer Botschaft Gehör verschaffen? Und wie entwickeln wir daraus kreative und wirkungsvolle Ideen für unseren Partner Jump?

Neu 2017 - Modul Geht Flusswandern (mehr dazu unten)!

 

 

 

 

 

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Können wir wirklich die Welt verändern?

Bei der Frage, wie die Welt von morgen aussehen soll, sollten eigentlich alle mitreden. Doch oft entsteht das Gefühl, dass „die Politik“ oder „die Wirtschaft“ (oder deren „Lobby“) eigenmächtig entscheiden – und dass man denen, die weder über viel Geld noch über politische Ämter verfügen, sowieso nicht zuhört. Es gibt aber Menschen, die sich davon nicht abschrecken lassen. Sie werden aktiv, fordern die Beteiligung an Entscheidungen ein und machen auf ihre Wünsche und Visionen von einer besseren Welt aufmerksam. Daraus können Bewegungen entstehen, die große Veränderungen in Gang setzen.

Was hat das mit symbolischer Aktion zu tun?

Symbolische Aktionen sind Instrumente, die auf den indischen Unabhängigkeitskampf zurückgehen. Mahatma Gandhi, ein indischer Anwalt, wollte Indien aus der britischen Kolonialherrschaft befreien. Dabei war ihm sehr wichtig, Unterdrückung und Gewalt nicht mit den gleichen Mitteln zu bekämpfen. Statt zum bewaffneten Widerstand rief Gandhi die indische Bevölkerung zu Demonstrationen und Streiks auf, aber auch dazu, sich der eigenen Kräfte bewusst zu werden. Zum Beispiel durch die eigene Herstellung der traditionellen indischen Kleidung, die daraufhin auch äußerlich zum Symbol des Unabhängigkeitskampfes wurde. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit Indiens war auch der gemeinsame Kampf gegen die ungerechten britischen Salzsteuern und das Verbot, selbst Salz gewinnen und verkaufen zu dürfen. Gandhi lief zu Fuß fast 400 km durch das Land an die Küste, um das Verbot zu brechen und einen Klumpen Meersalz aufzuheben. Mit jedem Tag folgten ihm mehr Menschen, bis die ganze Welt Notiz von diesem Salzmarsch nahm. Das machte den Erfolg der indischen Unabhängigkeitsbewegung aus: Gandhi zeigte mit einfachen Bildern an konkreten Beispielen, wie ein unabhängiges Indien aussehen sollte, und verdeutlichte so auch das Ausmaß der Unterdrückung durch die britische Herrschaft.

Was hat symbolische Aktion mit dem Big Jump zu tun?

Auch der Big Jump ist eine Bewegung, die sich symbolische Aktionen zunutze macht: Wenn in ganz Europa Menschen zeitgleich für die Zukunft der Flüsse baden gehen, schafft das Aufmerksamkeit und verdeutlicht, dass viele Menschen eine bessere Umsetzung der Gewässerschutzpolitik wollen. Und auch hier ist die Vorstellung davon, wie eine Welt von morgen aussehen sollte, bereits in der Aktion enthalten: Wenn wir überall in Europa bedenkenlos baden könnten, wäre schon sehr viel erreicht. Bei der Big Jump Challenge wird ein weiteres wichtiges Thema symbolisch umgesetzt: Die Jugendlichen zeigen mit ihren Partner Jumps, dass die zukünftige Generation gemeinsam für ein Europa der Flüsse eintritt und dabei über Ländergrenzen hinweg kooperiert.

 

 

action buttonTake action! Tool for visioning and symbolic action

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Symbolische Aktionen, das klingt gut, aber was genau lässt sich damit anfangen? Wie man die Welt, wie wir sie gern hätten, heute schon entstehen lässt – wenigstens symbolisch –, das erfahrt ihr hier!

 
Geht Flusswandern!

Steh nicht daneben, fang an zu wandern!  Lass die Welt am Fluss entlang Schritt für Schritt neu enstehen. Dieses Modul soll dich inspirieren eine eigene Flusswanderung zu planen und zu verwirklichen! Du wirst hier wichtige Hintergrundinfos und Beispiele anderer Flusswanderungen finden. Zum Download geht es hier (PdF).

 
Die Vorstellungskraft wecken und symbolische Aktionen für den Partner Jump entwickeln

Die folgenden Übungen helfen euch, aus eurer eigenen Vorstellungskraft heraus Ideen für euren Partner Jump zu entwickeln, mit denen ihr eure Botschaft weitererzählen und Menschen für eure Ziele begeistern könnt - auf eine kreative, überzeugende Weise!

Session I: Galerie der guten Ideen

Diese Session hilft euch, euch Gedanken über eure Visionen für eine bessere Welt zu machen und Ideen zu entwickeln, wo ihr anfangen könntet, um eine Veränderung anzustoßen.

Anleitung für Session I (Pdf-Dokument)

Session II: Ideenwerkstatt für den Partner Jump

Um die Welt zu verändern, ist eine klare Vorstellung davon, was die Welt ein gutes Stück besser machen würde, hilfreich (siehe Session I). Diese Vorstellung zu kommunizieren, ihr eine Ausdrucksform zu geben, die überzeugt, mitreißt, einleuchtet, begeistert, vielleicht auch verstört – das ist der Weg, an dem aus eurer Idee eine Bewegung werden kann. Dafür ist Kreativität gefragt. Dann habt ihr ein sehr wirkungsvolles Mittel, um Aktionen zu planen, Kampagnen zu organisieren und kleine und große Veränderungen zu bewirken. Zum Beispiel bei eurem Partner Jump, den ihr durch symbolische Aktionen besonders kreativ und wirkungsvoll gestalten könnt. Bei der folgenden Übung könnt ihr dafür Ideen entwickeln.

Anleitung für Session II (Pdf-Dokument)

 

 

Collaborate!

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Ihr hattet andere Ideen, wie man eine Vision entwickeln und/oder diese heute schon Wirklichkeit werden lassen kann? Dann schreibt uns eine Anleitung für ein Visioning- oder Symbolic Action-Tool! Wir veröffentlichen gute Ideen in der Toolbox, damit andere Teams sie nachmachen können, und ihr erhöht euren Collaboration Score!

submit buttonSubmit your results!

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Ihr habt euch auf eine Reise in die Zukunft begeben und seid mit einer "Girlande guter Ideen" wiedergekommen? Ihr habt euch die Techniken von Kampagnen angeschaut und Ideen für euren Partner Jump entwickelt, um ein "new model" im Gewässerschutz zu kommunizieren? Dann schickt Fotos und/oder einen Bericht von eurer Aktion an das Big Jump Challenge-Team, damit eure Ergebnisse auf der Website veröffentlicht werden können!

dive deeper buttonDive deeper into the topic!

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Viele weitere Beispiele, Vorbilder und Instrumente für symbolische Aktionen findet ihr hier (auf Englisch):

Beautiful Trouble: A toolbox for revolution

Einen wissenschaftlichen Artikel über Gandhi, soziale Innovationen und die Big Jump Challenge findet ihr hier (auf Englisch):

Ziegler, Rafael; Schulz, Sabrina; Richter, Lukas; Schreck, Martin (2014): Following Gandhi. Social Entrepreneurship as a Non-Violent Way of Communicating Sustainability Challenges. In: Sustainability, 6 (2), S.  1018-1036. Zum Download

 

toolbox buttonTry out more River Action Tools!

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Um die Ideen, die ihr hier entwickelt habt, in die Tat umzusetzen, macht weiter mit Big Jump organization and PR. Ihr möchtet mehr darüber erfahren, wie ihr eure Themen und Visionen in die Welt tragen könnt? BeimThema Non-violent communication and stakeholder dialogue geht es um Gandhis Ansatz der gewaltfreien Kommunikation und wie man damit einen erfolgreichen Dialog mit verschiedenen Interessensgruppen führt. Und falls ihr erst noch etwas ganz anderes zum Thema Gewässerschutz machen wollt: Geht zurück zur Toolbox Übersicht und wählt ein anderes interessantes Thema!

Schaut mal wieder vorbei, wir aktualisieren die Toolbox regelmäßig mit neuen Ideen!

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